31. Januar 2017

Wattepads mal anders - #ZeroWaste

Mal ganz ehrlich? Wie viele Wattepads braucht ihr so am Tag? Ich, wenn ich mich geschminkt habe, locker fünf. Und jetzt rechnet das mal hoch, auf die Woche, den Monat, das Jahr. Auf ein Leben.

Ich brauche im Schnitt mindestens drei am Tag und bis zu sechs Stück. Das sind also Minimum 1000 - tausend! - Wattepads im Jahr. Und es könnten bei meinem Verbrauch bis über 2000 - zweitausend! - werden.  Ich bin 26. Wenn ich alleine die nächsten 10 Jahre an Wattepadverbrauch zusammenrechne, dann sind wir zwischen 10.000 und 20.000 Wattepads. Behalten wir die nächsten 25 Jahre im Auge, sind es schon zwischen 27.000 und 150.000 tausend.
Hält man sich die Zahlen so vor Augen, klingt es absurd. Noch absurder wird es für mich, wenn ich mir vorstelle, wie groß dieser Haufen Müll ist, den ich da hinterlasse.



Eine gute Freundin beschäftigt sich gerade ausgiebig damit, wie sie umweltfreundlicher leben kann. Weniger Müll hinterlässt. Weniger Chemikalien ins Wasser lässt.
Sie erzählte mir von wiederverwendbaren "Wattepads". Der Trick dabei? Die Pads sind nicht aus Watte - sondern in diesem Fall aus Stoffresten und somit waschbar. Eine ihrer Freundinnen hatte welche aus Stoffresten für sie genäht, zum ausprobieren. Und auch ich bekam welche ab, da ich so begeistert von der Idee war.



Die Pads an sich sind einfach gemacht (wenn man nähen kann und eine Nähmaschine hat) und dienen selbst sogar der Müllvermeidung, da sie aus Stoffresten gemacht werden können, die bei anderen Nähprojekten überblieben. Durch die verschiedenen Vorder- und Rückseiten- sehen die Stoffpads nicht nur wunderhübsch aus, sondern sind auch angenehm stabil und lassen sich super nutzen.
Für die MakeUp-Entfernung fand ich sie so gar wesentlich angenehmer, vor allem am Auge. Nichts kratzt. Nichts fusselt. Der Stoff ist angenehm weich und mit einer frottierten Seite geht das Augenmakeup wie von Zauberhand viel schneller ab als sonst. Und gefühlt sanfter.
Auch habe ich das Gefühl, dass die Stoffpads nicht so viel Produkt fressen, wie Wattepads,



Insgesamt hat mich dieses kleine Experiment wirklich beeindruckt und überzeugt. Es war wirklich einfach, dieses Detail in meinem Leben umzustellen, sodass ich auf etwas Müll verzichten kann.
In Zukunft werde ich versuchen mir mehr Stoffpads zu organisieren, sodass ich genug habe, sie regelmäßig mit meiner heißen Wäsche (Handtücher, Bettwäsche, etc) waschen zu können. Bis es Zeit zum Waschen wird, werde ich sie in einem kleinen Stoff- oder auch BH-Beutelchen aufheben, mit dem ich sie dann zusammen in die Wäsche schmeißen werde, um sie alle beieinander zu haben und nicht hinterher aus der Maschine klauben zu müssen.
Nur für Nagellack werde ich die Stoffpads nicht verwenden, und weiter Wattepads nehmen, da ich nicht die harschen Chemikalien des Nagellackentferners auf meinem Gesicht haben möchte und ich mir nicht vorstellen kann, dass der Lack sich gut auswäscht, sodass der Stoff im Anschluss wieder Toner oder Abschminklotion aufnehmen wird.
Danke, nadine (Nein, kein Rechtschreibfehler, das 'n' muss so! :D) und Ina, dass ihr mich an dieser Sache habt teilhaben lassen <3

Könntet ihr euch auch Stoffpads für die Zukunft vorstellen?
Wo spart ihr Müll, wenn ihr könnt?

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