20. Januar 2017

Original Japanische Ramen bei Takumi in Düsseldorf

Als eine Freundin, die bereits ein Auslandssemester in Japan verbracht hatte, Anfing vom Takumi in Düsseldorf zu schwärmen, stand für mich fest: Sie muss mich unbedingt mal mitnehmen. Oft war ich noch nicht da, da der Weg bis nach Düsseldorf für mich doch ein Stück ist... aber ich finde dieses Lokal absolut klasse! Ihrer Aussage nach bekommt man im Takumis Gerichte so, wie sie auch in Japan schmecken würden. Da ich selbst noch nie in Japan war, verlasse ich mich dahingehend mal auf sie. Lecker ist es auf jeden Fall.
Vorweg: Es gibt mehrere Takumi Lokale in der Düsseldorfer Innenstadt. Alle haben wir bisher vom Hauptbahnhof aus gut mit einem kurzen Spaziergang zu Fuß erreichen können. Sie gehören alle zusammen, haben aber leicht unterschiedliche Angebote und natürlich etwas andere Sitzplatzmöglichkeiten. Mit dem Auto wird es natürlich etwas schwerer in der Innenstadt einen Parkplatz zu finden. Am ehesten könnte man damit auf einem Sonntag Glück haben.


Generell sind alle Takumis (für mich als Laien) sehr japanisch gehalten. Auch, wenn es klischeehaft klingt... genauso habe ich mir Ramenlokale in all den Animes und Mangas immer vorgestellt. Urig, hölzernd, gemütlich. Am Eingang wird man vom Personal mit einer angedeuteten Verbeugung und in Japan üblichen Floskeln begrüßt, damit man sich gleich wertgeschätzt fühlt. Hat man Glück, so wird einem direkt ein Sitzplatz zugewiesen. Hat man nicht ganz so viel Glück, so muss man sogar Schlange stehen und warten, bis etwas frei wird... aber auch das spricht nur für die Qualität des Essens ;)



Zwischen all der hölzernen Gemütlichkeit findet man japanische Poster, die - natürlich - alle mit japanischer Schrift bestückt sind. Alles Wichtige ist jedoch auch noch mal in Deutsch oder und Englisch beschriftet, sodass sich jeder gut zurecht finden kann. Die Atmosphäre ist heimelig. Japanisches Radio läuft, Menschen unterhalten sich, man hört die Küche - in die man hineinsehen kann -  klappern und werkeln und Leute ihre Suppe schlürfen. Trotzdem ist die Lautstärke angenehm, sodass man sich gut mit seiner Gruppe unterhalten kann. Irgendwie wirkt all dies zusammen so richtig entspannend.
An den Plätzen findet man Stäbchen, Sojasauce, Servietten und alles, was man sonst noch zum Essen gebrauchen könnte. Takumi ist für jede Lebenslage gerüstet.
Hat man Glück und muss nicht warten, so wird man zu einem für die Gruppe passenden Sitzplatz geführt. Ist es leer, hat man natürlich freie Platzwahl. Zügig und geschäftigt werden einem direkt Karten gereicht und gefragt, ob man schon etwas Trinken möchte. Trotz des zügigen Tempos bleibt das Personal dabei stets höflich und freundlich.



Die Karten sind gut gelöst. So beinhalten sie nicht nur doppelte Beschriftung, sondern auch Bilder, damit man sieht, was man genau bekommt. Zudem machen die Bilder gleich Hunger. Am liebsten würde man alles verspeisen.
Man kann die Suppenbasis seiner Ramen und den Inhalt wählen. Sonderwünsche wie ein Extra-Ei sind natürlich (gegen Aufpreis) möglich.
Nach sehr kurzer Wartezeit bekommt man schließlich seine Ramen vorgesetzt. Und - vergleicht man diese mit deutschem Eintopf - dann sind diese auch noch immer so dekorativ und lecker angerichtet!



Die Ramen sind jedoch nicht nur lecker angerichtet, sondern schmecken auch noch verdammt gut. Die Suppe ist aromatisch und voller Geschmack. Man spürt deutlich, dass dies etwas hausgemachtes ist, was lange vorbereitet wurde und vor sich hingeköchelt hat. Nicht zu vergleichen mit diesen Instanttütenramendingern. Das ist so, als wollte man Hühnereier mit Kavier vergleichen!
Die Nudeln sind lecker und weich, ohne pappig zu sein. Da das restliche "Zubehör" der Ramen extra gekocht wird, hat jedes Gemüse seinen perfekten Garpunkt, wenn es in die Schüssel kommt, erreicht und ist genau so wie es sein sollte.
Sieht man den großen Streifen Schweinefleisch in der Suppe, so mag man sich vielleicht zunächst fragen, wie man diesen nur ohne Messer und Gabel anständig essen können soll.. er ist aber so zart, dass man ihn mit einem Stubser der Stäbchen zerteilen kann. Das Fleisch zerfließt gerade zu auf der Zunge.
Schnell merkt man, dass die Gespräche der Gruppe verstummen. Und zwar im Positiven. Denn jeder ist damit beschäftigt seine Ramen zu genießen.


Ebenfalls lecker sind die Gyoza, die man dort als Beilage bekommt. Aromatische, saftige Teigtaschen, die es mir fast mehr angetan haben, als die Ramen.

Hat man fertig gespeist, so ist man pappsatt, glücklich und zufrieden.
Zum Bezahlen nimmt man einfach das kleine zuklappbare Büchlein mit, dass man mit seinem Essen bekommen hat, in welchem sich die Rechnung befindet und geht zurück zum Eingang. Das Personal, das einen dort zuvor freundlich begrüßt hat, übernimmt das Kassieren und verabschiedet einen genauso freundlich wie die Begrüßung ausfiel.
Auch, wenn es unüblich ist in Japan Trinkgeld zu geben (und es, glaube ich, teilweise sogar als Beleidigung aufgefasst wird) gibt es - quasi an Deutschland angepasst - ein Schälchen, in das man anschließend Trinkgeld legen kann. Jedes Mal haben wir gerne davon Gebrauch gemacht :)

Wer also schon immer Mal Ramen essen oder seinen kulinarischen Horizont erweitern wollte, dem empfehle ich klar und deutlich ein Takumi aufzusuchen. Wir selbst werden den Weg dieses Jahr sicherlich noch das eine oder andere Mal auf uns nehmen, um vorzüglich zu Speisen.

Welches japanische Gericht (außer Sushi ;D) könnt ihr empfehlen?

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